Eine Holzterrasse aus Dauerholz ist die Alternative zu Tropenholz
Terrassen aus Holz sind sehr beliebt. Das ist nicht ohne Grund so, denn das Naturmaterial Holz verleiht einer Terrasse einen natürlichen, "warmen" und gemütlichen Charakter.
Der Handel bietet viele unterschiedliche Holzarten für eine Terrasse und die Unterkonstruktion an. Lärche, Robinie, Kiefer und Eiche stammen meist aus Europa - bei diesen Holzarten ist der vergleichsweise kurze Transportweg ein großer ökologischer Pluspunkt. Tropenhölzer wie Bangkirai, Teak, Bongossi, Ipe und Massaranduba haben eine lange Anreise bis zu uns.
Viele dieser Tropenhölzer stammen aus Raubbau. Kontrolliertes Plantagenholz oder Terrassendielen mit dem FSC-Siegel werden ebenfalls angeboten, allerdings ist der Verbraucher häufig nicht gewillt, höhere Preise für ökologisch zertifiziertes Terrassenholz zu bezahlen. Die Qualität von tropischen Harthölzern schwankt je nach Holzart, Herkunft und Charge - das ist nicht verwunderlich, denn Holz ist ein Naturstoff. Aus gutem Tropenholz können lang haltbare und hochwertige Holzterrassen hergestellt werden. Terrassendielen aus heimischen Hölzern erweisen sich meist als weniger dauerhaft, es sei denn, sie werden regelmäßig mit chemischen Holzschutzmitteln behandelt.
Dauerholz - die Alternative - nicht nur für eine Holzterrasse!!
Es wird bevorzugt aus heimischer Kiefer hergestellt und nach einem neuen Konservierungsverfahren haltbar gemacht. Dabei wird das Holz vollständig bis in den Kern mit einer wachsartigen Lösung - auf Naturbasis - durchtränkt. Darum kann Dauerholz nur noch sehr wenig Feuchtigkeit aufnehmen und Pilze und Schädlinge werden abgeblockt. Die Haltbarkeit von Dauerholz ist mit der von Tropenholz vergleichbar.
Die Vorteile von Dauerholz auf einen Blick:
- absoluter Fäulnisschutz
- resistent gegen Holzschädlinge
- Dauerhaftigkeitsklasse 1 = sehr dauerhaft
- erhöhte Belastbarkeit einer Holzterrasse
- kein chemischer Holzschutz notwendig
- für den Außen-, Erd- und Wasserbau geeignet
- sehr formstabil
- kann - natürlich - wie Holz bearbeitet werden
- enthält keine giftigen Zusätze
- astfrei da keilgezinkt
- heimische Hölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft
Das Dauerholz-Herstellungsverfahren
Übliche Holzschutzverfahren wie Anstrich oder Kesseldruckimprägnierung verleihen Holz lediglich einen oberflächennahen Schutz. Im patentierten Dauerholz-Verfahren wird das Holz vorkonditioniert, getrocknet und in einem Autoklaven (Behälter für Überdruck) mit flüssigem Wachs behandelt. Dabei wird der Holzstamm vollständig bis ins Innere des Kernes mit der Wachslösung durchtränkt. Das Wachs umlagert die Holzzellen und wirkt wie ein Panzer gegen Insekten, Pilze und Fäulnis. Anschließend wird das Holz nachbehandelt, um die Ausgleichsfeuchte und gleichmäßige Wachsverteilung sicherzustellen.
Dank der neuartigen Konservierungsmethode besitzt jede Charge Dauerholz - in gleichbleibender Qualität - diese außergewöhnliche Haltbarkeit. Das so behandelt Holz durchläuft die üblichen Bearbeitungsschritte wie Sägen, Hobeln und Profilieren. Nun steht es als Dauerholz in verschiedenen Abmessungen für Ihre Holzterrasse zur Verfügung.
Dauerhaftigkeit / Haltbarkeit von Dauerholz
Neben der Optik ist auch die Haltbarkeit ein wichtiges Kriterium für eine Holzterrasse. Hölzer werden in sogenannte Dauerhaftigkeitsklassen eingeteilt. Dauerholz besitzt die Klasse 1 was "sehr dauerhaft" bedeutet. Es steht somit bezüglich Dauerhaftigkeit mit hochwertigen Tropenhölzern auf einer Stufe. Das wachsgetränkte Holz nimmt so gut wie keine Feuchtigkeit mehr auf, dadurch ist es dimensions- und formstabil.
Dauerholz bietet selbst bei ständigem Erdkontakt (Gefährdungsklasse 4) und andauernder Wassereinwirkung (Gefährdungsklasse 3) Schutz gegen holzzerstörende Pilze. Dadurch ergibt sich eine große Anwendungsvielfalt: Holzterrasse mit Unterkonstruktion , Außenverkleidungen, Lärmschutzwände, Zäune, Palisaden, Pergolen, Pfähle, Masten, Blumenkübel uvm..
Härte / Festigkeit von Dauerholz
Die Festigkeitswerte (längs und quer) und die Oberflächenhärte nehmen bei Dauerholz um bis zu 30 % zu. Diese Verbesserung des Holz liegt an der Volltränkung mit Wachs. Festigkeitsverluste wie bei sog. Thermoholz weißt Dauerholz nicht auf. Daher ist es sehr gut als Bodenbelag und Konstruktionsholz z.B. für eine Holzterrasse geeignet.
Umweltverträglichkeit von Dauerholz
Heimische Waldkiefer und andere ungefährdete heimische Holzarten wie Buche, Fichte und Pappel sind das "Basisholz" für Dauerholz. Alle Hölzer stammen aus nachhaltiger Forstwirtschaft mit einem PEFC-Zertifikat. Durch die Konservierung mit Wachs erhalten diese ökologisch verträglichen Hölzer die die Eigenschaften, die sie zu einer echten Alternative zu Tropenholz machen.
Das für die Imprägnierung eingesetzte Wachs enthält keinerlei kennzeichnungspflichtige oder giftige Stoffe. Das Wachs ist geruchs- und geschmacksneutral und wird auch für Kerzen, Salben, Cremes und in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Bei der Herstellung von Dauerholz fallen keine umweltschädlichen Stoffe oder Abfälle an. Es werden lediglich natürliche Harze und Terpene aus dem Holz gelöst.
Schrauben, Nageln & Klammern
Dauerholz kann problemlos mit Schrauben, Nägeln und Klammern verbunden werden. Dabei sollte grundsätzlich vorgebohrt und bei Holzterrassen die Schraubköpfe eingesenkt werden. Es wird empfohlen, Edelstahl-Befestigungsmittel zu verwenden, da nur diese der langen Lebensdauer von Dauerholz gerecht werden. Dauerholz selbst ist nicht korrosionsfördernd.
Sägen, Bohren & Hobeln
Dauerholz lässt sich mit den üblichen Holzwerkzeugen bearbeiten. Der Wachsanteil kann nach einiger Zeit zu Anhaftungen an den Werkzeugen führen. Dieser lässt sich mit den normalen Reinigungsbädern oder Harzlösern problemlos entfernen. Das manuelle oder maschinelle Schleifen von Dauerholz ist nicht möglich, denn der Wachsanteil im Holz führt zu starkem Verschleiß der Schleifmittel.
Achtung: Auf glatten Böden kann es durch Dauerholzspäne zu erhöhter Rutschgefahr kommen.
Für eine Holzterrasse und Unterkonstruktion aus Dauerholz wird empfohlen:
- bei 90 mm Dielen-Breite: 5 mm Fugenabstand
- bei 145 mm Dielen-Breite: 7 mm Fugenabstand
- Spax D-Edelstahlschrauben 5 mm x 60 mm
- alle Löcher vorbohren (1 mm kleiner als die Schraube) und anschließend absenken
- Verlegung mit einem leichten Gefälle (ca. 2 %) von Gebäuden weg
- Abstand der Holzterrassen Unterkonstruktion 50 cm (lichte Weite 40 cm)
Pflege einer Holzterrasse aus Dauerholz
Wie bei allen Holzprodukten bildet sich im Laufe der Zeit auf unbehandeltem Dauerholz eine silbergraue Patina. Wenn das nicht stört, ist eine spezielle Pflege nicht notwendig. Mit dem Holzöl DAUERSCHÖN kann der ursprüngliche satte Farbton jahrelang erhalten werden. Dieser Holz-Revitalisator enthält einen UV-Filter und eine Beschichtung gegen Algen.
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